Dass Pferde Fluchttiere sind weiß jeder Reiter. Mit ihren scharfen, feinen Sinnen reagieren sie instinktiv und versuchen so viel Abstand wie möglich zwischen sich und die Gefahr zu bringen.
Dies geschah auch gestern Abend im Emsland. Als bei einem Fackelumzug eine Gruppe von rund 100 Kindern und Jugendlichen mit sechs erwachsenen Vorreitern zu einem nächtlichen Ausritt in der Umgebung eines Reiterhofs in Lathen aufbrachen und eine Fackel zu Boden fiel, scheuten die Pferde und warfen die Reiter ab. Die am Boden liegenden Reiter wurden von den Tieren überrannt und zum großen Teil von den Hufen getroffen. 39 Personen wurden dabei verletzt und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Ein Kind schwebt noch in Lebensgefahr. Die Kindern und Jugendlichen waren Gäste eines Ferienreiterhofs in Lathen.
Die verängstigten Pferde wurden inzwischen alle wieder eingefangen.
Auch wenn es bei ähnlichen Veranstaltungen keine Unfälle dieser Art gab, sollte man sich immer der Gefahr bewusst sein und versuchen, mögliche Gefahrenquellen auszuschalten, soweit das möglich ist!
Tags: 39 Verletzte, Ausritt, Fackelzug Lathen, Ferienreiterhof Emsland
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Pferde scheiden im Laufe eines Tages so ca. 10-20 Kilogramm Kot aus. Auf einem Haufen vorgestellt, ist das eine ganze Menge. Gerade beim Ausreiten wird sicher der ein oder andere Pferdeäppelhaufen auch auf öffentliche Straßen bzw. Wege fallen.
Und das darf nicht sein! Denn jeder Reiter ist verpflichtet, umgehend den Haufen zu beseitigen und durch mitgeführte Behälter zu entsorgen!
Das Problem der Hinterlassenschaften ist schon seit langer Zeit ein Thema. So z.B. in Aerzen.
An deren Hinterlassenschaften von Vierbeinern auf öffentlichen Straßen und Wegen scheiden sich die Geister. Die Ordnungsämter der Städte und Gemeinden verweisen auf eine klare Regelung, die besagt, wenn Tiere ihr Geschäft verrichten, sind die Halterinnen und Halter dazu verpflichtet, den Kot als Abfall zu beseitigen. Bei Pferdeäpfeln gestaltet sich die Situation ein wenig schwieriger. Die Beschwerden in Aerzen haben deshalb massiv zugenommen. Die Vereinsspitze hat sich Gedanken über das Thema Pferdeäpfel und ihre Beseitigung gemacht und ab sofort das sogenannte „Äppel-Telefon“ eingerichtet. Unter der Rufnummer ist der Verein ab sofort für von Pferdeäpfel belästigte Anlieger jederzeit zu erreichen. „Wir kommen dann raus und entfernen die Hinterlassenschaft der Pferde.“ Den Verursachern sollen die entstandenen Kosten in Rechnung gestellt werden, so Angela Cramer. Das Geld soll anschließend als Spende in die Jugendarbeit des Vereins fließen.(Quelle DEWEZET.de)
Was hier fast wie ein Aprilscherz aussieht, ist jedoch nicht so lustig. Es sei denn, man stellt sich den Reiter mit Schaufel und Eimer beim Ausritt vor! Witzige Vorstellung, aber keinesfalls realistisch. Wie sieht es da eigentlich mit Polizeireiterstaffeln aus?

DOCH, handelt tatsächlich jeder Reiter gesetzeswidrig, wenn er auf öffentlichen Sraßen und Wegen die Hinterlassenschaften seines Pferdes einfach ignoriert. Ansonsten begeht der Tierhalter eine Ordnungswidrigkeit nach § 32 Straßenverkehrs-Ordnung, da durch diese “Hinterlassenschaft” die Straße beschmutzt und der Verkehr gefährdet bzw. erschwert wird. Also planen Sie nicht nur den Verlauf des nächsten Ausrittes sorgfältig, sondern bedenken Sie auch, dass es ganz schön Ärger mit nicht entsorgten Pferdeäpfeln geben kann!
Tags: Aprilscherz, Ausritt, Entsorgung, Pferdeäpfel, StVo§32
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