Archiv der Kategorie 'Wissenswertes über den Reitsport'

Bengtsson neuer Europameister

Bei der Europameisterschaft 2011 in Madrid siegte der schwedische Reiter Rolf-Goran Bengtsson auf der bereits 16jährigen Ninja La Silla.

Carsten-Otto Nagel, der in beiden Runden jeweils einen Abwurf kassierte und die Holsteinerin Corradina 2 kamen auf Platz 2. Mit 8,69 Fehlerpunkten lag er weniger als einen Springfehler hinter Bengtsson (6,77). „Es waren meine Reiterfehler, ich muss lernen, in solchen Situationen noch besser zu reiten“, sagte Nagel im Anschluss. Nagel, der Ende der Woche seinen 49 Geburtstag feiert scherzt: „Wir beide sind noch jung, das schaffen wir noch.“ Gemeint ist sicher die Goldmedaille, die er diesmal nur knapp verfehlte.

Die Bronzemedaille ging an Nick Skelton (sein 25. Championat) auf dem Holsteiner Carlo (9,04).

Nach EM-Gold der Springreiter im Nationenpreis und Silber durch Carsten-Otto Nagel in Madrid ist das Ergebnis der deutschen Reiter beeindruckend: Dreimal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze sammelten die Vertreter der Deutschen Reiterlichen Vereinigung.

Etwas schlechter lief es für die Dressurreiter. Seit Olympia 2008 haben sie keine Goldmedaille bei EM oder WM gewonnen.

Das beste EM Ergebnis gab es bei den Vielseitigkeitsreitern: Team-Gold und drei Einzelmedaillen waren hier zu verzeichnen.

Das sind doch hervorragende Aussichten auf die Olympischen Spiele im nächsten Jahr in London. Die Olympischen Sommerspiele 2012 werden vom 27. Juli bis 12. August 2012 in London stattfinden.

Deutschland bei der Springreiter EM

Im Anschluss an das Nationenpreisturnier in Rotterdam hat das Deutsche Olympiade Komitee die deutschen Reiter für die EM vom 13.- 18. September in Madrid bekanntgegeben.

  • Ludger Beerbaum (Riesenbeck) mit Gotha
  • Marcus Ehning (Borken) mit Plot Blue
  • Marco Kutscher (Riesenbeck) mit Cash
  • Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) mit Cellagon
  • Lambrasco und Carsten-Otto Nagel (Wedel) mit Corradina

Bundestrainer Otto Becker entscheidet unmittelbar vor der EM, welche vier Paare für den Nationenpreis an den Start gehen!

 

Quelle FN

37. Hannoveraner Elite-Fohlen- und Zuchtstutenauktion

Mit der 37. Hannoveraner Elite-Fohlen- und Zuchtstutenauktion fand vom 19.- 21. August 2011 in Verden Europas größte Fohlen-Auktion statt. Die 291 Fohlen, die zum Verkauf standen, wurden zum Durchschnittspreis von rund 6.900 Euro versteigert. Dabei war Figo V. der Teuerste und kostete 71.000 Euro. Ein stolzer Preis!

114 Fohlen fanden im Ausland ein neues Zuhause. 34 Fohlen gingen an Russland, Italien 18 und Schweden 16.

Sehr großes Interesse zeigten Kunden aus den USA für Zuchtstute St.Pr.St. Helena v. His Highness/Weltadel (Z.: Hans-Dieter Mindermann, Grasberg, Ausst.: Hannoveraner Zuchtgestüt GmbH & Co KG Siegfried Pilz, Lilienthal). Die Fuchsstute ist tragend von Totilas und war 42.000 Euro wert. Insgesamt zahlten die Kunden für die Stuten im Schnitt 15.673, 68 Euro. 13 Hannoveraner Eliten wechselten in das Ausland, dabei waren Marokko und Schweden mit jeweils 3 Einkäufen am stärksten vertreten. Nur 6 Zuchtstuten bleiben in Deutschland.

Zuchtleiter Dr. Werner Schade: „Das war eine Mammut-Auktion mit Höhepunkten. Es wurde sehr qualitätsbewusst eingekauft. Unser Engagement in Russland hat sich ausgezahlt."

Genaue Informationen finden Sie hier!

Silber für Totilas bei der EM Rotterdam

Zwei Fehler in den Einerwechseln brachten Matthias Rath und Totilas bei der EM in Rotterdam Silber. Das beste Ergebnis erzielte Carl Hesters aus Großbritannien mit Uthopia mit 82,568 Punkten. Mit Uthopia tritt ein starker Konkurrent Totilas an den Start.

Hesters entdecke Uthopia  vor 6 Jahren in den Niederlanden und soll ihn für angeblich 150 000 Euro gekauft haben. Das Interesse an Uthopia, dem dunkelbraunen Hengst,  ist mittlerweile riesig, sein Wert soll inzwischen auf das Zwanzigfache gestiegen sein.

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Schweifrasur bei Pferden verboten

Als erstes Bundesland hat Nordrhein-Westfalen die Schweifrasur verboten.                                                                                               

Besonders zu Schauzwecken wird bei Kaltblutpferden, vorrangig bei Shire Horses, eine Schweifrasur vorgenommen. Manche Aussteller praktizieren diese Schweifrasur zur Traditionspflege. Mit der Schweifrasur verliert aber das Pferd sein grundlegendes Hilfsmittel für die Fliegenabwehr, so dass das Pferd in seinem Wohlergehen wesentlich eingeschränkt ist. Das artspezifische Verhalten der Tiere ist eingeschränkt, da es so nicht mehr in der Lage ist, die lästige Fliegenplage abzuwehren.

Der Präsident des Shire Horses Verbandes hat diese Vorgehensweise ausdrücklich begrüßt. Begrüßenswert wäre, wenn auch andere Bundesländer die Schweifrasur verbieten!

Informationen der LANUV zur Schweifrasur