Jakobskreuzkraut- Eine giftige Pflanze auf dem Vormarsch

jakobskreuzkraut

Das Jakobskreuzkraut, eine sehr giftige Pflanze, breitet sich immer mehr aus. Obwohl schon mehrfach von den Landwirtschaftskammern vor der Gefährlichkeit der Pflanze gewarnt wurde, wird noch immer die Gefahr unterschätzt bzw. ignoriert.

Beschreibung der Pflanze:

Das Jakobskreuzkraut kann 30- 120 cm hoch werden. Die Blätter sind fiederteilig, die Seitenzipfel rechtwinklig abstehend. Die Blüten sind goldgelb, Zungen- und Röhrenblüten in 15 – 20 mm breiten Körbchen. Zerreibt man die Blätter, so riechen sie recht unangenehm.

Das Jakobskreuzkraut ist für alle pflanzenfressenden Tiere hochgradig giftig, wobei gerade für Pferde das Kraut am stärksten wirkt. Schon 40- 80g pro kg Körpergewicht sind bei einem Pferd tödlich! Zum Vergleich: bei einer Ziege sind 1,25- 4 kg pro kg Körpergewicht des Jakobskreuzkrautes tödlich. Das zeigt sehr deutlich, welche ernsthafte Gefahr für Pferde besteht!    Video- Jakobskreuzkraut

Das giftige Kraut wirkt aber nicht nur tödlich als Frischpflanze, sondern auch getrocknet in Heu und als Silage.

In einigen Ländern wie in der Schweiz, Irland und Großbritanien ist das Auftreten des Jakobskreuzkrautes sogar meldepflichtig. Dadurch ist jeder Landbesitzer verpflichtet das Kraut zu bekämpfen, um so ein Ausbreiten zu verhindern!

Auch bei uns sollten alle Landbesitzer auf dieses Kraut achten und es sorgfältig bekämpfen, da es sich immer mehr ausbreitet. Dabei genügt auch nicht nur das Mähen, die Pflanze muss mit Wurzelwerk ausgestochen und entsorgt werden.

Auf der Weide werden die Pflanzen normalerweise gemieden, aber als Heu oder Silage hat es den starken Geruch verloren, so dass die Pferde es bedenkenlos fressen.

Durch die damit aufgenommenen Alkaloide, vergiftet die Leber des Pferdes. Je nach aufgenommener Menge tritt der Tod nach wenigen Tagen ein.

Symptome bei Pferden:

  • nachlassende Kondition
  • Depression und Teilnahmslosigkeit, im Endstadium sogar Tobsucht
  • Wesensänderungen
  • Gewichtsverluste
  • Lecksucht
  • häufiges Gähnen
  • erhöhte Lichtempfindlichkeit, Sonnenbrand
  • Schwellungen, Rötungen an Abzeichen (Gesicht, Fesseln)
  • Haarausfall bis hin zu großflächigen Hautablösungen
  • Kolik, Verstopfung oder blutiger Durchfall
  • zielloses Wandern, Unruhe
  • unkoordinierte Bewegungen
  • Gelbfärbung der Bindehäute
  • Blindheit
  • Koma
  • Tod

Um eine weitere Verbreitung des Jakobskreuzkrautes zu verhindern, ist darauf zu achten, was auf den Wiesen und Weiden wächst !  Entfernen und bekämpfen Sie die giftige Pflanze, damit sie unseren Pferden nicht zur Gefahr wird!

 

Umfangreiche Informationen zum Thema finden Sie hier!

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